Endoprothetik (Einsatz künstlicher Gelenke)

Ein künstliches Hüftgelenk kommt zum Einen dann in Frage, wenn die Zerstörung des Gelenkes so groß ist, dass ein Gelenk erhaltender Eingriff nicht mehr sinnvoll ist. Zum Anderen ist der Ersatz des Hüftgelenks sinnvoll indiziert, wenn die Beschwerden des Patienten beim Laufen oder auch schon in Ruhe so stark zugenommen haben, dass es zu einer Funktionseinschränkung oder zu einer wesentlichen Einschränkung der Lebensqualität kommt. Der häufigste Grund für den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes ist die Coxarthrose.

Die Operation wird für den Patienten völlig schmerzfrei in Vollnarkose oder in Spinalanästhesie sehr kreislaufschonend durchgeführt. Der Anästhesist wird die individuell geeignete Methode festlegen und mit Ihnen besprechen.
Wir besprechen mit Ihnen die Operation nach entsprechender digitaler Planung der Endoprothesenteile individuell in unserer Praxis.

Nachsorge
Im Krankenhaus lernen Sie mit Hilfe der Physiotherapeuten, das Gelenk wieder zu benutzen, so dass nach der Entlassung die täglichen Verrichtungen des Lebens, z.B. Körperwäsche und Anziehen, wieder selbständig erledigt werden können. Durch die Hüftgelenkoperation können die Patienten ihr Leben wieder schmerzfrei und mit mehr Bewegung genießen. Nicht vergessen werden sollten die regelmäßigen Nachuntersuchungen, die in unserer Praxis durchgeführt werden können.

In den ersten 12 Wochen nach der Operation sollten alle extremen Belastungen der Hüfte vermieden werden:

  • Sportarten mit ruckartigen Stoß- und Schwerbelastungen auf das Hüftgelenk, z.B. Tennis, alpiner Skilauf, Jogging, Sprungsportarten, Heimfahrradtrainer gegen Widerstand etc.
  • Schwere körperliche Arbeiten
  • Heben schwerer Lasten
  • Sitzen mit überschlagenen Beinen
  • In die Hocke gehen

Danach sind Schwimmen und Radfahren, Spaziergänge und Sportarten mit leichten körperlichen Bewegungen, z.B. Tanzen, Ski-Langlauf, Golf, leichte Gymnastik etc. in der Regel ohne Einschränkung wieder möglich.